Mein Fazit nach einer Woche Handydetox

Montag, 28. September 2015


Wenn ich letzte Woche erklärte, dass mein Handy kaputt gegangen sei, waren die meisten Reaktionen ähnlich wie diese: ,,Hat MoJo es heruntergeschmissen? Sich drauf gesetzt? Reingebissen?" Aber nichts dergleichen, der arme Junge ist völlig unschuldig und hatte nichts damit zu tun, dass ich rund eine Woche lang ohne Handy war, bis mein neues (endlich) ankam ;) 

Wer mich kennt, der weiß eigentlich, dass mein Handy immer in Reichweite liegt. Und ein leerer Akku hat für mich schon etwas von Alarmstufe Rot Orange. Während Schul- und Unizeit war man die meiste Zeit des Tages gezwungen, das Handy wegzulegen. Da fiel es mir leichter, mich in dieser Hinsicht zu disziplinieren. Aber seitdem ich mit MoJo zuhause bin muss ich zugeben, dass mir das teilweise doch recht schwer fällt. Es ist keineswegs so, dass ich ständig nur am Handybildschirm klebe und kein Auge auf meinen Sohn habe! Aber vielleicht kommt euch das bekannt vor. Wenn man nahezu rund um die Uhr mit einem Baby/Kind verbringt, sehnt man sich auch mal nach Erwachsenenthemen und Gesprächen. Da das persönlich nicht immer möglich ist, sind meine Whats App Gespräche mit Freunden, das Checken meiner Mails und das Lesen von Artikeln über Facebook für mich zu kleinen ,,Erwachsenen-Inseln" im Alltag geworden. Ab und zu hatte ich schon das Gefühl, dass es vielleicht zu viel sein könnte. Dann ging mein Handy kaputt...

Überraschenderweise fühlte es sich gar nicht nach: Oh nein, mein Akku ist leer! an. Es war irgendwie befreiend. Glaubt mir, keiner wundert sich darüber mehr als ich. Ich war gespannt wie die Zeit werden würde, bis das neue Handy ankommen würde. Also komplett Digital-Detox, ohne Handy, PC, TV, Radio und co., das würde ich ehrlich gesagt nicht lange aushalten. Nur Handyentzug war eine Herausforderung, der ich mich dann schon eher gewachsen gefühlt habe. Hier mal ein kleines Kompaktfazit:

Was ich an dieser Zeit gut fand:

  • Ich habe mal wieder ein Buch gelesen. Vor dem Einschlafen beflügelt das nochmal richtig  meine Fantasie und ich habe anschließend noch richtig schön geträumt.
  • Ich habe (noch) mehr Zeit damit verbracht ganz bewusst mit MoJo zu spielen. Also völlig ohne Ablenkung. Das macht ihm und mir eindeutig mehr Spaß.
  • Ich hatte nicht dauernd das Gefühl, jemanden jetzt mal möglichst schnell antworten zu müssen. Nicht andauernd erreichbar zu sein fühlt sich irgendwie erleichternd an. 
Was ich vermisst habe:
  • Ich mache sooo viele Fotos und Videos! Mit Handy in Reichweite geht das ziemlich easy, aber in der handyfreien Woche habe ich so einige tolle Momente nicht rechtzeitig festhalten können. Wo ist denn nun die Kamera? Oh nein, die SD-Karte steckt noch im PC! Jetzt ist auch noch der Akku leer...
  • Den unkomplizierten Kontakt mit meinen Freunden! Das habe ich wohl am meisten vermisst.
  • Meine Wetter-App. Blöde Angewohnheit, aber normalerweise schaue ich immer nach, um beim vielen Spazierengehen nicht in den Regen zu kommen :D
  • Die Möglichkeit kurz mal etwas zu googeln, ohne gleich den Rechner hochfahren zu müssen.

Mir ist klar geworden. Handysüchtig bin ich auf keinen Fall. Einschränken will ich meinen Gebrauch trotzdem. Nicht komplett. Mir ist eigentlich aufgefallen, dass die meiste Zeit bei mir durch Facebook geklaut wird. Man findet halt immer etwas Spannendes, das man gerne lesen möchte. Daher mein fester Vorsatz: Facebook auf dem Handy nur noch, wenn MoJo schläft oder mit jemand anderem beschäftigt ist. Das Schreiben mit Freunden will ich mir nicht nehmen lassen. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass ich jetzt mal ne Pause brauche, lege ich das Handy nun einfach in einen anderen Raum. So komme ich nicht so schnell in Versuchung ;) Das klappt bisher eigentlich ganz gut. Ich bin kein Fan davon Handys bei Müttern zu verteufeln, aber wenn das Handy mehr stresst als es gut tut und uns außerdem das aufmerksame Wahrnehmen von schönen Momenten nimmt, dann kann ich auch mal drauf verzichten. Wenn ich aber schöne Momente festhalten möchte und mit Freunden und Familien teilen will, dann bin ich sehr froh, wenn mein Handy gerade griffbereit ist.

In diesem Sinne verabschieden wir uns für heute mit neuen Selfies von uns ;) Handy sei Dank :D






Wie ist das bei euch? Habt ihr auch das Gefühl ihr nutzt euer Handy vielleicht manchmal zu viel? Wie regelt ihr das? Auf was könntet ihr gar nicht verzichten?

Kirchliche Trauung 2011 - 4. Hochzeitstag =)

Montag, 21. September 2015

Erstmal möchte ich mich bei euch bedanken für eure Kommentare zu meinem Rückblick auf unsere standesamtliche Hochzeit vor vier Jahren! Ich habe mich sehr über eure lieben Worte gefreut :) Wie ich erwähnt habe, ging unser Hochzeitswochenende ja danach noch weiter. Davon möchte ich auch noch gerne erzählen. Zwei Tage nach dem Standesamt wurden wir in der Kirche getraut und feierten ein großes Fest mit über 200 Gästen. Manche von euch werden sich vielleicht wundern. Irgendwie sind bei uns solche großen Hochzeiten aber ganz normal. Naja, im Vergleich zu einer türkischen Hochzeit war sie wohl immer noch winzig ;) 



Die letzte Nacht vor unserer Hochzeit habe ich ganz traditionell in meinem Elternhaus verbracht. Die Nacht war aber ziemlich kurz. Wir haben noch viel Zeit beim Dekorieren in der Festhalle verbracht. Auch vier Jahre später bin ich stolz, dass wir so viele tolle Freunde haben, die uns so tatkräftig dabei unterstützt haben. Nicht nur beim Auf- und Abbau, sondern auch ein komplettes Unterhaltungsprogramm haben sie für uns geschmissen. Mit vielen tollen Anspielen, Liedern und Spielen. Ohne ihre Hilfe wäre unser Hochzeitstag nie so schön geworden!

Aber fangen wir doch lieber mal beim Start in den Tag an ;) Um 4 Uhr kam bereits meine Stylistin. (Hatte ich erwähnt, dass ich erst sehr spät ins Bett gekommen war ?! ;D) Und während sie so pinselte und Locken drehte, wurde es von Minute zu Minute realer. Bald würde ein neues Leben für mich beginnen. Keine WG`s oder Studentenzimmer mehr. Die erste gemeinsame Wohnung mit meinem Mann. Mit Ehering und allem drum und dran. Als ich danach auch noch mein Brautkleid an hatte, konnte ich es kaum abwarten, dass er mich endlich darin sieht. Bisher hatte ich es ihm nicht gezeigt. Und wenn man sich so viel Mühe beim Aussuchen gegeben hat, dann wünscht man sich natürlich, dass der Partner nachher einfach nur hin und weg ist ;)

Auch ganz traditionell russisch, durfte der Bräutigam seine Braut nicht einfach so auf die Schnelle abholen und mitnehmen. Er und seine drei Trauzeugen mussten erstmal einen Parcours quer durchs Haus mit verschiedenen Aufgaben hinlegen,  bis mein Mann schließlich in das Zimmer durfte, in dem ich wartete. Aber erst nachdem er fast eine falsche Braut aufgehalst bekommen hätte, aber seht selbst :D



Danach fuhren wir mit unserem Mietwagen hupend zur Kirche. Im Gegensatz zur standesamtlichen Trauung waren wir dieses Mal beide nervös. Mein Herz schlug mir fast bis zum Hals als ich zu ,,Endless Love" den Gang mit meinem Vater herunterschritt. Meinem Mann entgegen. Als dann mein Vater meine Hand in die Hand meines Mannes gelegt hat, war das  für mich einer der emotionalsten Momente des ganzen Tages. Es folgte eine wundervolle Trauung mit schöner Musik und einer Predigt, die nicht einfach 0-8-15 und quasi anonym war, sondern auf uns ganz persönlich ausgerichtet. Die Aufregung legte sich aber glaub ich erst nach unserem eigenen Trauversprechen, als wir die Ringe tauschen und uns endlich küssen durften. Ich war unbeschreiblich glücklich an diesem Tag. 



Wir fuhren in der Limousine mit unseren 6 Brautjungfern (3 männliche, 3 weibliche :D) zu einer alten Schlossruine, um dort draußen erste Fotos zu schießen, Da trafen wir sogar zufällig auf Thomas Rath :D Der Modedesigner, der einmal in der Germanys Next Topmodel Jury war. Mit dem haben wir nun auch ein Erinnerungsfoto.



Danach ging es zur Festhalle, wo wir von unseren Gästen vor der Tür mit Tauben, Brot und Salz und einem Tunnel aus Blumen erwartet wurden. Was dann kam, war wie eine Dauerschleife aus knuddeln und knutschen während einer nach dem anderen kam, uns Geschenke überreichte und gratulierte. Es war schön alle seine Lieben an diesem Tag um sich zu haben. Auch diejenigen, die man sonst vielleicht nur selten sehen kann. Wir feierten ein schönes Fest mit einem lustigen Programm und einem leckeren Buffet, von dem ich bis heute noch schwärme. Gegen Ende der Feier kam der emotionale Teil. Meine Tante nahm mir meinen Brautschleier in einem großen Herz aus Teelichtern ab und wir bedankten uns mit Geschenken und einer kleinen Rede bei unseren Eltern. Ohne Tränen ging das natürlich nicht ;)



Wir fuhren dann nochmal zurück zu dem Schloss, wo wir noch übernachtet haben. Wie Prinz und Prinzessin im Turmzimmer. Meine Haare waren wohl nicht lang genug, daher musste mein Liebster trotzdem die Treppen nehmen :D Bevor wir dann aber in Ruhe unsere Hochzeitsnacht genießen durften, machten wir noch ein paar weitere Fotos im Schlosszimmer mit unserer Fotografin. Gegen 24 Uhr haben wir sie dann davon überzeugen können, dass sie jetzt bestimmt genug schöne Fotos habe :D 



Der nächste Morgen fühlte sich immer noch wie im Traum an. Wir frühstückten noch im Schloss, packten dann bei meinen Eltern unsere Geschenke aus und verabschiedeten uns dann auch schon in unsere Flitterwochen. Dafür hatten wir uns Malta ausgesucht, wo es auch Ende September noch sehr schön warm war. Es hat gut getan, den Start des Ehelebens so schön entspannt anzugehen. So haben wir Kräfte gesammelt für den anstehenden Umzug mit allem was dazu gehört. 



Ach ja... Wenn ich so darüber nachdenke, fühlt sich alles noch ganz nah an :) Es tut gut, an schöne Tage in seinem Leben zurückzudenken! Ich bin dankbar für all die tollen Menschen, die diesen Tag so schön gemacht haben. In erster Linie natürlich mein Mann :-* Der übrigens noch nie einen Hochzeitstag vergessen hat ;) Ich hoffe dieser Tag wird nie kommen :D


Heute vor 4 Jahren: Unsere standesamtliche Trauung =)

Mittwoch, 16. September 2015


4 Jahre ist es her, seitdem ich einen anderen Nachnamen trage. Ich bin mir gerade gar nicht so sicher, ob das nun eine besonders kurze oder lange Zeit ist. Einerseits zogen die ersten Ehejahre ziemlich schnell vorüber, andererseits fühlt es sich manchmal auch so an, als wären wir schon Ewigkeiten verheiratet. Als unseren Hochzeitstag feiern wir ja eigentlich das Datum unserer kirchlichen Trauung, also den 18.09. Trotzdem möchte ich euch heute einmal einen kleinen Einblick geben, wie es damals war, als wir ganz offiziell vor dem Gesetz Mann und Frau wurden ;)




Mein Tag startete damals natürlich erst einmal beim Frisör ;) Wie sollte es anders sein. Danach sind wir gemeinsam mit unseren Trauzeugen zum Standesamt gefahren. Mit der Standesbeamtin hatten wir wirklich Glück. So eine gesetzliche Trauung ist ja nicht immer das Allerromantischste, aber ihr ist es gelungen eine wirklich schöne Atmosphäre mit Witz und liebevollen Ratschlägen zu kreieren. Wahrscheinlich waren unsere Trauzeugen damals sogar aufgeregter als wir :D Uns ging es in dem kleinen Kreis der allerengsten Familienmitglieder und Freunde eigentlich recht gut. Die Nervosität hatten wir uns vermutlich für die große Feier zwei Tage später aufgehoben :D Nachdem zum Glück auch die Ringe noch passten, machten wir ein paar Erinnerungsfotos und fuhren zum Mittagessen alle gemeinsam zum Italiener. Alles sehr schön und entspannt :)

Mein Kleid hat übrigens meine Trauzeugin selbst entworfen und geschneidert. Davon bin ich bis heute noch völlig begeistert, wenn ich mir die Fotos anschaue! So ein Einzelstück nach meinen Wünschen war das schönste Geschenk, das sie mir machen konnte. Und noch was fällt mir beim Anschauen auf: Wir sind anscheinend mittlerweile alt geworden :D Aber was soll´s, jung genug sind wir auch heute noch :D Und gemeinsam alt werden ist ja halb so schlimm, oder? ;) ;) ;)


Vorher-Nachher Fotos: Schwangerschaft und Baby

Freitag, 11. September 2015


Heute gibt es hier mal wenig Text und dafür umso mehr Bilder. Ich denke, die meisten Schwangeren träumen bereits von schönen Vorher-Nachher Fotos! Solche auf denen man den Vergleich sieht zwischen der schönen Kugelzeit und dem sehnlichst erwarteten Baby im Arm! Auch wir haben ein paar Tage vor MoJos Geburt Fotos gemacht mit dem festen Vorsatz, ein Jahr später an den selben Orten die Motive nachzustellen. Das ist dabei rausgekommen:








Wie man sieht, sind nicht nur meine Haare länger und blonder geworden :D Unser ganzes Leben hat sich innerhalb eines Jahres verändert. Wir sind nun nicht mehr nur ein Paar, sondern eine richtige Familie. Das drücken diese Vorher-Nachher Fotos für mich aus  <3 

Wenn ihr noch mehr Inspiration sucht für eure Do-it-yourself Vorher-Nachher Fotos teile ich hier gerne mein Pinterest Board dazu mit euch :)

 







Habt ihr auch solche Fotos von euch? Bzw. habt es noch vor? :)

Geschenkideen mit Hand- und Fußabdrücken

Sonntag, 6. September 2015


Wenn Mama das Schenken über alles liebt, dann übertragt sie das schonmal auf den Nachwuchs :D Da MoJo bisher weder ein Portmonee, noch eine eigene Kreditkarte besitzt, sind seine Geschenke bisher selbstgebastelt. Das finde ich auch am Schönsten :) Deshalb hat sein Papa diese Woche zum Geburtstag dieses Bild bekommen:



Mit den Hand- und Fußabdrücken hat MoJo dem Geschenk eindeutig eine ganz persönliche Note verliehen :D Ging sogar ohne Riesensauerei. Ich finde, auf Pinterest lässt sich zu jedem Anlass viel Tolles  zum Nachbasteln finden. Ich habe euch mal eine Pinnwand erstellt mit weiteren Geschenkideen zum Thema Hand-und Fußabdrücke. 









Habt ihr auch schonmal etwas mit Abdrücken eurer kleinen Lieblinge weiterverschenkt? :)

snu:mee - Das neue Lalelu für Hipster Eltern

Freitag, 4. September 2015


Wenn es ums Shoppen der Erstausstattung für das eigene Baby geht oder auch um ein passendes Geschenk zur Geburt, dann stehen Spieluhren ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala. Ich rede aus Erfahrung. Wir selbst haben vorsichtshalber nichts in der Art selbst gekauft bevor MoJo zur Welt kam. Das stellte sich auch als richtig dar. Wir bekamen mehrere tolle Spieluhren und Nachtlichter von lieben Freunden und Verwandten zur Geburt geschenkt. Ohne geht es irgendwie auch nicht. Allein die romantische Vorstellung, wie das eigene Baby ganz ruhig daliegt und wunderschönen Klängen lauscht, während es langsam ganz friedlich einschläft...

Für Eltern, die auch von diesem Szenario träumen, gibt es ein richtig tolles Produkt! Nämlich das
snu:mee , welches sogar Spieluhr, Babyphon UND MP3-Player in einem Gerät vereint. Wir durften es testen und so viel vorab: Wir geben es nie wieder her :D



Zur Technik:

Die Klänge des snu:mee haben eine hohe Qualität. Die Lautstärke ist außerdem auf 60 Dezibel begrenzbar. Also perfekt für Babys Ohren! Für ganz viel tolle Musik stehen einem insgesamt 4 GB Speicherplatz zur Verfügung. Das snu:mee lässt sich in das eigene Heimat W-Lan Netz einbinden, unterwegs kann man es aber auch problemlos benutzen, weil es wie ein eigener Router funktioniert. Steuern lässt es sich  mit der entsprechenden App bequem per Smartphone und zwar sowohl für iOS als auch Android. Und das mit einer wirklich hohen Reichweite. Man kann entweder live mithören oder die Raumüberwachung auch auf lautlos stellen. Bei Geräuschen kriegt man dann einfach automatisch eine Nachricht aufs Handy. Das Babyphon verfügt zudem über eine Gegensprechfunktion. 




Die musikalische Seite:


Wenn es um Musik geht, ist das snu:mee einfach unschlagbar! Das Standard Lalelu kann Eltern schonmal ganz schnell gehörig auf die Nerven gehen! Die Klassiker, sowie einige beruhigende Naturklänge findet man hier zwar auch, dazu kommen jedoch noch liebevoll neu eingespielte Rock- und Popsongs im Spieluhrstil. So hört dein kleiner Liebling zum Einschlafen plötzlich David Guetta, Alex Clare, Clueso und co.! Und zwar mit genau dem gleichen beruhigenden Effekt wie bei herkömmlichen Schlafliedern. Der Unterschied: Auch Mama und Papa hören nun absolut gerne mit zu. Und den Text mitzusingen fällt mir hier sogar um Einiges leichter :D Und da es eine sehr große und ständig wachsende Zahl an downloadbaren Titeln gibt, wird es so schnell auch nicht langweilig. Und wenn du magst, kannst du mit dem snu:mee sogar eigene Lieder aufnehmen und abspielen. 




Der Look:

Ich persönlich schätze das Design des snu:mee sehr. Minimalistisch und sehr modern. Fast ganz in weiß, lediglich ein kleiner Stern und die Tasten in hellblau als Hingucker. Toll, denn auf Kitsch stehe ich so gar nicht. Selbst im Kinderzimmer mag ich damit nicht übertreiben :D Wenns dann aber doch ein bisschen kindlicher sein darf, gibt es zum snu:mee noch verschiedene Kuschelsleeves zu kaufen. So ist es kuschelig weich verpackt und dein Schatz kann damit auch schmusen und spielen. Wir haben uns für den süßen Affen Joe entschieden.  



Unser Fazit:

Alle Liebhaber von moderner Musik und ihre kleinen Schätze werden vom snu:mee eindeutig begeistert sein! Auch das gut funktionierende Babyphone gibt ein angenehmes Gefühl von Sicherheit während der Nachwuchs das Land der Träume genießt. Ein Preis von rund 130 Euro kann auf den ersten Blick recht einschüchternd wirken, aber wenn man die 3-in-1 Funktionaliät betrachtet, sieht die Welt schon ganz anders aus. Anfängliche technische Schwierigkeiten sind oft schon durch ein kleines Software-Update am Handy zu beheben. Für die Inbetriebnahme empfehle ich den Baby Stars - rock2sleep Youtube-Channel mit vielen hilfreichen Tutorials. Wenn man dann einmal den Dreh raus hat, ist das snu:mee im Alltag echt eine tolle Bereicherung!




Falls ihr vorab gerne mal hören wollt, wie moderne Songs auch als Spieluhrmelodien überzeugen können, hier ein Beispielvideo von ,,Titanium":



Ist Toleranz eine Frage der Erziehung?

Dienstag, 1. September 2015


Was ist das bitteschön für ein Sommer? Das Internet quillt fast über vor ausländerfeindlichen Kommentaren, die einfach erschreckend herzlos sind. Beim Lesen ist man zwangsläufig zwischen Fassungslosigkeit, Hass und Fremdscham hin und her gerissen. Äußert jemand eine mitfühlende Aussage zur Flüchtlingsdebatte, wird er gleich als Held bejubelt. Ich meine, sich ein Herz für diejenigen zu fassen, die zu Unrecht schlecht behandelt werden, ist gut und richtig. Aber wann hat das aufgehört selbstverständlich zu sein? Seit wann gehören Menschen und Mitmenschlichkeit nicht mehr automatisch zusammen?

Viel Schlechtes verpestet das Miteinander, das eigentlich so viel positiver sein könnte. Vielleicht war das das auch schon immer so. Mal mehr, mal weniger. Manche dieser Geschehnisse fühlen sich einfach nur sehr weit weg an. Doch der ausländerfeindliche Umgang mit Menschen, die keine bösen Absichten hegen, unter Umständen einfach nur verzweifelt nach Schutz für ihr Leben suchen, das berührt mich ganz persönlich. 


Ich bin kein Flüchtlingskind. Dennoch liegt mein Geburtsort nicht in Deutschland. Meine Eltern sind Deutsche, deren Vorfahren seit einigen Generationen in Kasachstan lebten. Russlanddeutsche. Meine Mutter arbeitete in einer Bank, mein Vater war Ingenieur. Keineswegs Umstände, die einen zu einer Flucht zwingen würden. Doch etwas hat sie gewissermaßen doch vertrieben. Fremdenhass und die Hoffnung an einem anderen Ort akzeptiert zu sein und gerecht behandelt zu werden. Deutsche Faschisten wurden sie in Kasachstan genannt. Dreimal dürft ihr raten, was daraus in Deutschland angekommen wurde. Scheiß Ausländer. Menschen können durch ihre Abneigung vor dem Fremden so unglaublich verstockt in ihrem Herzen sein. 

Meine Eltern mussten beide wieder bei Null anfangen. Neue Berufe erlernen. Ohne Geld, aber dafür mit einem knapp zwei Monate alten Baby. Mir. Natürlich kann ich mich nicht an diese Zeit erinnern, aber ich mag mir kaum ausmalen, wie schwer die ganze Situation damals für sie gewesen sein muss. Woran ich mich aber sehr wohl erinnere ist, wie auch ich in meinem Leben mit Ausländerfeindlichkeit konfrontiert wurde. Dumme Vorurteile. Sogar Hass und Mobbing als meine Eltern sich nach vielen schweren Jahren den Weg in die Selbständigkeit erkämpft haben. Viele dieser gemeinen und herzlosen Kommentare, die die Reaktion hierauf waren, werde ich wohl nie vergessen. Auch nicht, wie sehr sie einen verletzen können. Dieses Gefühl von Machtlosigkeit, weil man schlichtweg ungerecht behandelt wird. 

Und das nur, weil man auf einem anderen Teil derselben Erde geboren wurden. Und wegen des Neides. Dieses miese Gefühl, das manche nicht abschütteln wollen, sondern sich noch viel mehr daran klammern. Haben meine Eltern nun anderen ihre Jobs gestohlen? Tue ich das als ihre Tochter auch heute noch? Wenn man mal ehrlich darüber nachdenken würde, wüsste man dass das Quatsch ist. In Deutschland haben es nicht alle gleich leicht, aber alle haben die gleichen Chancen. Man muss nur darum kämpfen. Meine ersten Kinderzimmermöbel hat mein Vater noch in einem Gewächshaus erarbeitet. Viele Jahre hat er immer weiter gelernt und sich fortgebildet. Wenig Zeit für sich und seine Familie gehabt. Doch egal wie sehr man strampeln musste, zum Schluss gönnen es einem die Wenigsten. Ob nun Ausländer oder nicht. Schade eigentlich. Ich hoffe und bete, dass meinem eigenen Sohn solche Erfahrungen erspart bleiben werden.

Einen Vorteil hatte das Ganze aber vielleicht doch. Weil ich Fremdenhass am eigenen Leib erleben musste, kann ich nicht anders als mit anderen mitzufühlen, denen es ähnlich ergeht. Mich für Schwächere einzusetzen. Toleranz und Mitgefühl zu zeigen. Diese Eigenschaften will ich auch meinem Kind mit auf den Weg geben. Wenn sie klein sind, kennen sie so etwas wie Ausländerfeindlichkeit nicht. Mensch ist noch gleich Mensch. Doch bereits im Kindergarten kann die Welt erfahrungsgemäß schon ganz anders aussehen. Woher haben Kinder so etwas? Sich selbst zusammen erdacht? Unwahrscheinlich. Doch Kinder hören sehr wohl mit, wie Erwachsene reden. Wie ihre Eltern am Tisch über Andere sprechen. 

Daher denke ich, dass genau dieser verrückte Sommer 2015 ein guter Zeitpunkt dazu ist, mit seinen Kindern über das zu reden, was gerade in Deutschland geschieht. Vielleicht sind sie noch zu klein, um die ganze Tragweite zu verstehen. Aber sie sind wohl nie zu klein dafür, um gute Vorbilder zu haben. Eltern, die ihnen zeigen, was Toleranz und Mitgefühl bedeuten. Wie man den Mund aufmacht, wenn Ungerechtigkeit geschieht. Zu wissen, dass jeder Mensch gleich kostbar ist und wie wichtig es ist, sich auf die Seite der Schwächeren zu stellen. Das ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Lektionen, die Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben können. Unsere Kinder sind die Gegenwart und Zukunft dieses Landes. Damit tragen wir als Eltern Verantwortung dafür, welche Einstellungen sie Zuhause miterleben. Besonders in Zeiten wie diesen.

Klar ist, dass unsere Kinder ihren ganz eigenen Weg gehen werden. Ihre eigenen Entscheidungen treffen werden. Manche werden wir gutheißen, manche nicht. Das sollte jedoch keine Ausrede dafür sein, den Dingen ihren Lauf zu lassen, ohne selbst ganz bewusst mit gutem Beispiel voranzugehen.



Redet ihr mit euren Kindern über dieses Thema? Wie reagieren sie darauf?
 


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