Knipsen bis zum perfekten Glück

Montag, 28. Dezember 2015


Meine riesige Weihnachtsvorfreude konnte man hier ja besonders in diesem Jahr kaum überlesen. Seit November immer wieder an die Weihnachtsfeiertage denken, sogar noch bevor unsere Adventskalender uns das Warten endlich ein wenig versüßt hatten. An Geschenkideen brüten, die dem Beschenkten beim Auspacken deutlich sagen: ,,Ich hab dich lieb und so lange nach einem Geschenk gesucht, bis ich genau wusste, dass dieses dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert! Und falls du im vergangen Jahr den ein oder anderen Tipp hast fallen lassen: Ich hatte ganz bestimmt kein imaginäres Ohropax drin, das mich am Zuhören gehindert hat." Tag für Tag die Kerzen des Adventskalenders anzünden, Kekse backen, Weihnachtsmarktbesuche, Dekorieren, Weihnachtsmusik hören, sich an den eigentlichen Ursprung dieses Festes erinnern, Geschenke einpacken, Familie und Freunde treffen, tolles Essen, Umarmungen, dicke Knutscher nach dem Auspacken der Geschenke und all die vielen kleinen Dinge, die die Weihnachtszeit so schön machen. Damit ist nun zumindest für dieses Jahr Schluss. ,,Leider", sage ich als Weihnachtszauber-Opfer ganz klar. Aber deswegen auch traurig sein? Ganz bestimmt nicht. Denn auch wenn Weihnachten an so manchen Tagen genau das Gegenteil von Besinnlichkeit bedeutet, durfte ich auch dieses Jahr das erleben, was an Weihnachten für mich das Allerbeste vom Allerbesten ist. Familienglück!

 

 
Weil ich eine fantastische Familie habe, mit der ich feiern kann und als Bonus die besten Freunde, die man sich nur wünschen kann. Nicht weil alles perfekt gelaufen ist und alle Beteiligten perfekt waren. Weihnachten ganz ohne zumindest ein bisschen Stress? Dass jemand das jemals erlebt hat, fällt mir eher schwer zu glauben :D Auch wenn mir das ehrlich gesagt so vorkam, als ich an den Weihnachtsfeiertagen die gefühlt tausenden Familienfotos unter dem geschmückten Tannenbaum auf Facebook und Instagram betrachtete. Hochglanzfamilien, deren Fotos so aussahen, als hätten sie extra einen Starfotografen eingeladen, um mit ihnen gemeinsam Weihnachten zu feiern. Familien im Schlabberlook,  die die Gemütlichkeit der Festtage zelebrierten. Familien mit ein paar wenigen Geschenken im Hintergrund und welche mit Trilliarden. Familien, die so nett waren dem krummsten und unschönsten Tannenbaum ein Übergangszuhause zu geben. Familien, an deren Baum jede einzelne Nadel perfekt zu sitzen schien und jedes Detail des Schmucks zu einander passte. Familien, die nach dem 10-Gänge Menü stolz ihren runden Bauch zur Kamera streckten. Familien, die sich kurz vorm Auslösen gegenseitig dazu ermahnt hatten, jetzt mal wenigstens für ein paar Sekunden den Bauch einzuziehen. Wie verschieden sie auch waren, alle hatten sie eines gemeinsam. Sie sahen glücklich aus!



Doch waren sie es auch, oder sahen sie nur so aus? Das kann man beim Betrachten als Außenstehender meist nicht erkennen. Muss man auch gar nicht. So ein weihnachtliches Familienfoto, das möglichst viel Glück ausstrahlt, wünscht sich einfach jeder. Wir knipsen und knipsen bis uns das endlich gelungen ist. Wer möchte schon lange Gesichter, traurige Augen oder motzige Kinder sehen, wenn er demnächst die Fotos anschaut, um sich an Weihnachten 2015 zu erinnern? Doch natürlich wünschen wir uns eigentlich mehr als das perfekte Familienfoto. Wir wünschen uns, dass dieses Glück, das man auf dem Bild sieht, auch echt ist. Oder wenigstens bald wieder wird. Familienglück gibt es wohl nie 24/7. Eine Familie strahlt nicht immer nur. Lacht nicht immer nur. Sie streitet auch, versöhnt sich wieder. Man ist mal beleidigt, verletzt, müde oder auch hoffnungslos. Denn eine Familie ist vor allem eines nie: Perfekt. Nicht einmal die mit dem für mich perfektesten Instagram-Weihnachtsfoto. Tröstlich, oder? Denn auch wenn ich genau das wunderschöne Weihnachtsfest hatte, dass ich mir schon seit Wochen gewünscht habe. Ich weiß natürlich, dass dieses Glück nicht auch in  jeder folgenden Sekunde anhalten wird. Aber das muss keinem Leid tun. Schließlich ist es ganz normal. Und ich bin mir sicher, dass es euch allen genauso geht. Die Mitglieder einer Familie können sich einfach nicht immer alle glücklich fühlen. Doch wisst ihr, was für mich das Schöne ist? Wenn man trotzdem zusammenhält, sich immer wieder aufmuntert, aufbaut und miteinander durch alle Höhen und Tiefen geht, dann weiß man, dass man Familienglück hat, auch wenn man es gerade nicht fühlt. Und selbst das kann sich ändern. Mal dauert es länger, mal nur einen kleinen Augenblick.


Deswegen wünsche ich euch und auch uns: Seid so oft wie es nur geht so glücklich, wie auf eurem Weihnachts-Familienfotos in diesem Jahr! Und wenn ihr euch mal gar nicht so fühlt wie die lächelnde Familie auf eurem eigenen Bild, dann erinnert euch an all das Gute, das ihr gerade trotzdem habt. Seid eine Familie - aber bitte nicht wie aus dem Bilderbuch! - sondern wie aus den Geschichten, die das wirkliche Leben schreibt. Eine, die weint und lacht. Fällt und wieder aufsteht. Und das immer gemeinsam :)

  

Was Kleinkinder sich wirklich wünschen, aber ihre Eltern ihnen niemals schenken würden

Mittwoch, 23. Dezember 2015


Weihnachten klopft so laut an die Tür, das man es kaum überhören kann. Selbst wenn ein kleines, süßes (und lautes) Kleinkind meine nach einem langen Tag wie heute ordentlich zum Rauschen gebracht hat :D Um mich nicht mit fremden Federn zu schmücken: In der letzten Woche bin ich bei der Huffington Post auf den lustigen Artikel ,,Zu Weihnachten: Wunschzettel eines Babys" gestoßen. Und beim Betrachten der Bilder und Geschenketipps kam mir doch so einiges bekannt vor. Euch als Eltern ganz bestimmt auch, denn wie oft haben wir uns schon gewundert, an welchen Dingen Babys so ihren Spaß haben. Ich fand die Idee so witzig, dass ich die Liste gerne ergänzen möchte. Mit MoJos aktuellem Wunschzettel, der in so einer Art wohl selten beim Weihnachtsmann landet.

1. Der Pappkarton

,,Lieber Weihnachtsmann, ich liebe Geschenke! Irgendwie wundere ich mich nur, warum meine Mama die tollen Kartons nach dem Auspacken immer so schnell wegschmeißen will. Na klar, was drin war, ist auch toll. Aber mit so einem Karton kann man auch so viel machen! Sachen verstecken, sich drauf setzen und als Tritt benutzen, um noch schneller aufs Sofa zu kommen zum Beispiel. Oder bei den ganz großen auch reinklettern. Dann ist der Karton meine Mini 1-Zimmer Wohnung, wenn ich mal wieder meine Privatsphäre brauche (Eltern können ja so anhänglich sein!). Die Wände kann ich sogar anmalen, damit es noch wohnlicher aussieht."


2. Der Mc-Donalds Luftballon

,,Lieber Weihnachtsmann, warum geben die Leute eigentlich immer so schrecklich viel Geld zu Weihnachten aus? Dieses Jahr muss mein Geschenk gar nicht teuer sein. Flieg doch mit Rudolph und den anderen einfach mal bei Mc Donalds vorbei. Vielleicht dürft ihr mit dem Schlitten sogar den Drive In benutzen. Dort gibt es immer diese super tollen Luftballons am Stab- kostenlos! Mit denen habe ich immer sehr viel Spaß!"

 3. Kataloge

,,Lieber Weihnachtsmann, in letzter Zeit habe ich das Malen für mich entdeckt. Bisher habe ich es zwar leider noch nicht mit dem Kulli bis an die Tapete geschafft. Aber das kommt noch auf meine Liste mit guten Vorsätzen für 2016. Kannst du mir nicht einen Stapel mit Katalogen schenken? Besonders gerne male ich übrigens in H&M Kataloge. Keine Panik, Mama bestellt eh lieber online."


4. Fernbedienungen

,,Lieber Weihnachtsmann, Handys sind ja sooooo cool! Damit kann man Fotos machen, Videos schauen und sogar mit Oma telefonieren. Aber keine Angst, ich wünsche mir dieses Jahr keines. Vielleicht im nächsten? Naja, dieses Weihnachten reicht mir eine Fernbedienung. Mit ein wenig Fantasie kann man nämlich auch damit prima telefonieren. Und außerdem könnte ich dann immer leicht umschalten, wenn Mama und Papa wieder mal ihren langweiligen Erwachsenenkram anschauen wollen."


 5. Bonbonpapier

,,Lieber Weihnachtsmann, ich weiß ja: Schokolade ist nicht wirklich ideal für Kleinkinder wie mich. Aber darf ich deswegen auch nicht mit dem Bonbonpapier spielen? Wahrscheinlich denkt Mama das, weil auch dieses tolle Spielzeug immer viel zu schnell im Mülleimer landet. Aber es knistert so schön und manchmal glänzt es auch richtig hübsch. Könntest du mir daher eine extra große Packung davon schenken? Wenn man das nicht einzeln kaufen kann, darfst du auch vorher die Bonbons aufessen. Pass nur bitte auf, nicht dass du nachher nicht mehr bei uns durch den Kamin passt. Danke, dass du verstehst, was Kleinkinder wie ich uns wirklich wünschen, lieber Weihnachtsmann! Ich freue mich schon auf Heiligabend morgen!"




In diesem Sinne wünschen wir euch ganz viel Freude beim Schenken und beschenkt werden! Habt ein wundervolles Weihnachtsfest mit euren Lieben :)






10 kuriose Situationen, in denen ich meinem Kleinkind dankbar bin

Dienstag, 15. Dezember 2015

 
1. Wenn mein Sohn reflexartig seine volle Windel packt, durch die Luft wirft und diese dann nicht auf der vollgesch****** Seite landet. (Marmeladenbrot-Prinzip)
 

2. Wenn er in seinem Hochstuhl sitzt, ich vor ihm seine Krümel aufsammele und er nicht auf meinen Kopf haut und sich dabei schlapp lacht.
 

3. Wenn der Opa ihn nach dem Essen durch die Luft schleudert und er trotzdem nicht kotzt.
 

4. Wenn ich eine Kette trage und er nicht daran zieht.
 
 
 

5. Wenn mir an der langen Schlange vor der Kasse langweilig ist und er immer die Person hinter mir anschäkert, sodass wir ins Gespräch kommen.
 

6. Wenn ich ihn aus der Badewanne nehmen kann, ohne dass er wie ein Weltmeister strampelt und ich danach aussehe wie ein begossener Pudel.
 

7. Wenn er beim Spazierengehen chillt und wir einfach eine Stunde lang die frische Luft und die Ruhe genießen. (so ruhig ist er sonst nur, wenn er schläft)
 

8. Wenn ich keine Lust auf etwas habe und er mein Alibi ist, es nicht tun zu müssen.
 

9. Wenn ihm kuscheln an Nähe nicht reicht und er lieber auf meinem Gesicht liegend einschläft. Da fühlt Mama sich besonders geliebt :D
 

10. Wenn er irgendwo anders Haargummis sieht, laut ,Mami" ruft und sie mir bringt. Er scheint jetzt schon zu wissen, dass ich meine ständig verliere.
 
 
 

Gibt es auch solche kleinen Momente, in denen es vielleicht komisch ist, ihr euren Kindern aber total dankbar seid? :D

Karusselfahren und neue Weihnachtsmarkt- Traditionen am 3. Advent

Sonntag, 13. Dezember 2015


Ich liebe die Adventssonntage! Denn meistens bleibt innerhalb der Woche immer auch genügend Arbeit liegen, um einem selbst den Sonntag zu vermiesen. Aber im Advent versuche ich das einfach mal zu ignorieren. Schließlich gibts von diesen Adventssonntagen ja nur vier im Jahr, dann wäre es ja Verschwendung, sie nicht für etwas Angenehmes zu nutzen ;)

Heute haben wir den Weihnachtsmarkt im Park von Schloss Moyland angesteuert. Dieser ist besonders traditionell und bringt einen in Windeseile in Weihnachtsstimmung. Spätestens wenn dir in der kühlen Winterluft eine warme und nach gebratenen Mandeln riechende Duftwolke entgegen kommt, spürt man Weihnachten mit allen Sinnen. 

Eigentlich gehörte unsere Familie ja nie so richtig zu den klassischen Weihnachtsmarktgängern. Aber seit meinem Auszug mit 19 haben mein jetziger Mann und ich das für uns entdeckt. Erst in Berlin, Magdeburg, Leipzig und auf dem Dresdner Striezelmarkt. Jahr für Jahr habe ich mich immer schon lange im Voraus sehr darauf gefreut. Im letzten Dezember war MoJo noch ziemlich klein, also beschlossen wir lieber ohne ihn auf den Kölner Weihnachtsmarkt zu gehen, während er die Zeit über bei seinen Großeltern war. Doch in diesem Jahr war es endlich Zeit für MoJos ersten Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Eine Großstadt haben bewusst ausgelassen, weil es dort wahrscheinlich einfach zu eng und hektisch mit ihm wäre. Der Schlossweihnachtsmarkt in Moyland war nicht zu groß und hatte mit seinen 150 Buden dennoch genug zu bieten, damit wir einen schönen und auch stressfreien 3. Advent genießen konnten.

Und so soll es auch weitergehen. Jedes Jahr einen neuen Weihnachtsmarkt zu entdecken soll eine Tradition sein, die mein Mann und ich begonnen haben und nun mit unserem Sohn als Familientradition weiter führen. Mal sehen, wohin es uns nächstes Jahr verschlägt. Schade eigentlich, dass die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr so schlecht besucht sind. Einerseits wegen des Wetters, das vielen zu warm oder regnerisch ist, und andererseits auch wegen der Terrorangst, die viele dazu bringt, größere Menschenmengen zu meiden... 

Wir waren froh, dass wir trotzdem hingegangen sind. So hatte MoJo auch ein kleines Mini-Abenteuer: Seine erste Fahrt auf einem Kinderkarussel! Und das auch noch vor so einer schönen Kulisse. Der Süße hat bis über beide Ohren gestrahlt und immer wieder laut gejubelt. Mein kleiner Sonnenschein. Ich liebe es, wie sehr er sich über solche Dinge freuen kann :) Nun ist es tatsächlich nicht mehr lange hin bis Weihnachten. Als nächstes heißt es für mich Geschenkpapier besorgen und fleißig einpacken. Und natürlich hoffen, dass die Beschenkten sich freuen :D 

Ich wünsche euch auf jeden Fall noch einen schönen restlichen Adventssonntag mit euren Lieben! :)



Ward ihr dieses Jahr auch schon auf dem Weihnachtsmarkt? Welcher ist euer Lieblingsmarkt?

Pre- und Afterbaby Vorweihnachtszeit

Montag, 7. Dezember 2015

Dieses Jahr feiern wir schon zum zweiten Mal quasi Weihnachten 2.0. Natürlich liebte ich das Weihnachtsfest schon immer (denn wer tut das bitteschön nicht?) Doch ich muss zugeben, dass die Weihnachtszeit im Laufe der Jahre für mich schon irgendwie an Zauber verloren hat. Als meine Schwester noch klein war, habe ich jedes Jahr heimlich ein paar Kekse zur Hälfte angeknabbert, die sie für den Weihnachtsmann unter den geschmückten Baum gelegt hatte. Und natürlich habe ich mich jedes Mal schrecklich gefreut als sie mit einem strahlenden Gesicht in den Raum kam und sah, dass der Weihnachtsmann da gewesen sein musste. Doch meine Schwester ist mittlerweile auch schon 17 und die Nummer zieht schon lange nicht mehr :D Daher genoss ich zwar immer den Heiligabend mit der Familie, aber richtiges Weihnachtsfieber...? Das hat mich erst im letzten Jahr wieder so richtig gepackt.
 
Denn seitdem MoJo auf der Welt ist, hat sich einiges geändert. Auch die ganze Freude rund um Weihnachten hat sich plötzlich vervielfacht. Daher Weihnachten 2.0. Weihnachten wurde für uns irgendwie wieder schöner als wir selbst Eltern wurden. 2013 haben wir meinen Eltern einen Brief ,,vom Baby" unter den Baum gelegt. Da haben sie erfahren, dass sie zum ersten Mal Großeltern wurden. Das war etwas ganz Besonderes! Weihnachten 2014 war MoJos erstes Weihnachtsfest und daher auch etwas, das ich nie vergessen werde. Ich habe mich schon Wochen vorher sehr darauf gefreut. Doch dieses Jahr ist das alles noch schlimmer geworden :D Ich höre seit November die Michael Buble Weihnachts-CD, habe mehrere Adventskalender gebastelt und habe sogar mittlerweile aus lauter Vorfreude schon so gut wie alle Geschenke beisammen :O Ja man kann wirklich sagen, seitdem ich ein Kind habe, freue ich mich wieder selbst wie ein Kind  auf Weihnachten :D
 
 
Und vielleicht könnt ihr ja ein wenig nachvollziehen, was ich empfinde wenn ich Fotocollagen wie diese hier sehe. Links seht ihr MoJo zur Adventszeit 2014, das Foto rechts ist an diesem Wochenende entstanden. Und auch wenn er den Rentierpullis treu geblieben ist, hat sich ansonsten seither doch eine ganze Menge geändert :D MoJo ist nun kein Baby mehr (*schnief*), sondern ein richtiges Kleinkind, das so schnell dazu lernt und immer größer wird. In diesem Jahr wird er Weihnachten schon ganz anders wahrnehmen als im Vorjahr mit seinen vier Monaten. Und vor lauter Vorfreude wurde daher dieses Jahr sogar schon Nikolaus größer als es sonst bei uns Tradition ist.
 
 
MoJo hat sich tierisch gefreut als er mit seinem Papa die Treppe runterkam und unten im Flur die Geschenke gesehen hat. Allein für diesen Anblick hat sich der Aufwand für mich schon gelohnt :)
 

 
Daher zähle ich jetzt die Tage bis Heiligabend :D Bis dahin versüßen wir uns das Warten mit Kerzen, Keksebacken, unseren Adventskalendern und Besuchen auf dem Weihnachtsmarkt. Und eigentlich ist es ja gar nicht mehr so lange hin und MoJo feiert sein erstes Weihnachtsfest als Kleinkind ;) Ich freue mich !!!
 
 
 

Was hat sich für euch an Weihnachten und der Vorweihnachtszeit verändert, seitdem ihr Eltern seid?

 

Mein erster Morgen alleine seitdem mein Sohn auf der Welt ist :O

Donnerstag, 3. Dezember 2015


Zuletzt habe ich euch ja ein wenig unsere normale Tagesroutine beschrieben. Ich weiß, das klingt alles recht entspannt. Aber die Mamas unter euch werden den Haken vermutlich schon erahnen. Bis 9 Uhr schlafen ist zwar himmlisch, bedeutet aber nicht, dass man hiernach für einen stressigen Tag immun ist :D Ein Kleinkind kann einen ganz schön auf Trab halten. Und nebenbei die Selbständigkeit, den Haushalt und andere Aufgaben zu organisieren ist manchmal ein echter Balanceakt. Daher bin ich jedes Mal froh, wenn mein Mann wieder mal einen Tag frei hat. Oder auch eine ganze Woche, so geschehen in der letzten Woche.

Montagmorgens gehen MoJo und ich immer zu seiner Spielgruppe. Als dort zum ersten Mal ein Papa als Vertretung für seine Frau mitkam, witterte ich meine Chance. Auch wenn das mittlerweile schon lange her ist, habe ich gleich gehofft, dass irgendwann mal mein Mann montags auch mal frei hat und mit MoJo hingeht. Denn ungelogen, seitdem MoJo auf der Welt ist, war ich noch an keinem einzigen Morgen alleine zuhause. Einmal habe ich wegen eines Junggesellinnenabschieds wo anders übernachtet, aber das war etwas anderes. Ich hatte schon ganz vergessen, wie es ist morgens aufzustehen, zu duschen, sich fertig zu machen und zu frühstücken- alles in seiner eigenen Geschwindigkeit. Sonst passe ich mein Tempo ja immer meinem Sohn und seinen Bedürfnissen an.

 
Und ich hatte Glück: Mein Mann hat sich tatsächlich letzte Woche bereit erklärt, mit MoJo zur Spielgruppe zu gehen (auch wenn er es nachher ein wenig bereut hat :D ) Und da war er nun. Mein erster Morgen alleine seit 1,5 Jahren. Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind, schon am Abend davor. Als würde etwas ganz Besonderes passieren. Als meine Männer dann schließlich das Haus verlassen haben, wusste ich dann aber zuerst gar nicht so recht wohin mit mir. Die ersten 10 Minuten meines freien Morgens verbrachte ich also damit, dem Ticken einer Uhr zu lauschen. Was war Stille nochmal?

Doch ich wollte nicht die ganze Zeit im Bett verbringen. Also schälte ich mich aus der Bettdecke und steuerte die Dusche an. Duschen tue ich zwar fast jeden Morgen, diesmal wollte ich es aber in vollen Zügen auskosten. Das heißt: In Ruhe rasieren, ohne dabei in Hektik ein Massaker zu veranstalten. Ein Peeling für die vernachlässigte Haut. Eine Haarkur machen ohne mir über die Einwirkzeit Gedanken machen zu müssen. Und danach mein Lieblingsbodyöl benutzen. An diesem Tag machte es schließlich nichts, dass es zum Einziehen recht lange braucht. Deshalb ging mein Morgen im Bademantel los. Marmeladentoast und ein Lattemacchiato kamen mit mir ins Wohnzimmer und ich konnte mein Frühstück mit meiner aktuellen Lieblingsserie Revenge genießen. (Ich musste mich echt konzentrieren, den Haushalt einfach mal links liegen zu lassen. Aber der würde mir schließlich nicht davon laufen...). Ich habe die verbleibende Zeit lieber mal für den Unsinn genutzt, meine Fingernägel passend zur Kaffeetasse zu lackieren :D Auf was für Ideen man mit zu viel Zeit kommt... ;)

Aber dann ging auch schon die Tür auf. Und wisst ihr was? Ich war überhaupt nicht enttäuscht, dass mein erster Morgen alleine nach ca. 2 Stunden auch schon wieder zu Ende war. Obwohl es gut getan hat, den Morgen mit Kleinigkeiten zu verbringen für die ich sonst keine Zeit habe. Ich habe ständig daran denken müssen, wie schön meine Morgen auch mit MoJo sind. Eigentlich sogar noch viel schöner ;) Daher war es kein Wunder, dass MoJos Lieblingstoastbrötchen schon auf ihn wartete, bevor er zuhause war :D 

Ab und zu sind Auszeiten echt gut. Ich war froh im Verlauf der Woche auch noch liebe Freunde wieder sehen zu können und die ein oder anderen Dinge zu tun, die in meinem normalen Alltag keinen Platz mehr haben. Doch schön ist, wenn einem in solchen Momenten klar wird, dass das normale Leben auch gut ist und man dankbar dafür sein darf =)



Was macht ihr besonders gerne, wenn ihr euch mal eine kleine Auszeit gönnen könnt?
 


Copyright © M.O.M.M. | Theme by Neat Design Corner |