Danke für diesen Kommentar - ehrlich jetzt!

Freitag, 29. Januar 2016

Wer in diesem Jahr das Dschungelcamp ein wenig verfolgt hat, wird sich bei dieser Überschrift wohl direkt an das Höschen-Gezicke zwischen Helena und Nathalie zum Auftakt erinnern. Ja, es gibt sie eindeutig: Kommentare von anderen, die uns einfach nur auf die Nerven gehen! Wo wir uns denken: ,,Bitte... Den Satz hättest du dir meinetwegen jetzt auch echt sparen können..." Wir reagieren sauer oder schießen einen (ironisch) netten Satz zurück. Oder wir haben überraschenderweise gerade trotzdem die nötige Energie und Gelassenheit, um gar nichts oder sogar ehrlich freundlich zu antworten. Aus meinem Post "Ratschläge sind auch Schläge" wisst ihr ja schon bereits, wie sehr mich (ungebetene) Ratschläge oder auch schlichtweg nervige Kommentare oftmals wurmen können. 

Heute möchte ich dieses Spielchen aber lieber einmal anders herum spielen. Hier kommen nämlich die Top 3 Kommentare von anderen über meinen kleinen Schatz, die ich als Mama einfach nur liebend gerne höre!



1. "MoJo hat ja immer so schön glückliche Augen!" 

Eigentlich ein ganz normaler, netter Kommentar. Warum gerade dieser mir so viel bedeutet? Nun ja... Da MoJo mein erstes Kind ist, kann ich gut und gerne von mir sagen, dass ich in 99 % aller Fälle nicht wirklich weiß, was ich da gerade tue. Bzw. ob das, was ich tue wirklich so gut ist. Auch wenn wir zwei unseren Alltag eigentlich recht gut meistern und ich das Mutter-Sein liebe: Oft bin ich mir einfach unsicher, ob ich als Mutter "gut genug" bin. Hätte ich vorhin vielleicht anders reagieren sollen? War das wirklich die richtige Entscheidung? Tue ich wirklich alles, damit es ihm gut gehen kann? Ich weiß, einige von euch werden beim Lesen bestimmt mit dem Kopf schütteln. So viel Selbstzweifel, das ist echt nicht angenehm. Aber von Situation zu Situation versuche ich Tag für Tag einfach das Beste mir mögliche für meinen Sohn zu geben! Und wenn jemand kommt und sagt: " Ach Mensch, der Kleine hat ja so glückliche Augen", dann könnte ich glatt vor Freude ein paar Tränchen verdrücken. Denn wenn mein Sohn so offensichtlich glücklich ist, dann kann ja vielleicht doch nicht alles falsch sein, was ich als Mama so tue (oder lasse) :) 

2. " MoJo ist so sozial!"

Komischerweise höre ich dieses Kompliment als Mutter noch viel lieber als "Ach ist der süß", "Ach ist der klug" oder ähnliches. Mir ist es für meinen Sohn einfach besonders wichtig, dass für ihn aufrichtige Freundlichkeit, Mitgefühl und eine offene, positive Einstellung anderen gegenüber ganz weit oben stehen. Plump gesagt würde ich mich am meisten darüber freuen, wenn er zu einem wirklich "guten Menschen" heranwächst. Dinge wie Aussehen oder Erfolg sind da doch zweitrangig. Aktuell geht mein Mutterherz einfach auf, wenn MoJo von sich aus gerne teilt, andere trösten will, jetzt schon bewusst die Leute um ihn herum zum Lachen bringt, unterwegs offen und neugierig alles erkundet und generell immer mit neuen Menschen "ins Gespräch" kommt. Daran kann selbst ich als eigentlich eklig freundlicher Mensch, aber doch auch oft gestresster Erwachsener, mir ein Vorbild nehmen. 

3. "MoJo ist echt anstrengend!"

Was, über so eine "Beleidigung" freue ich mich? Erstaunlich oft höre ich diesen Satz von Menschen, die gerade ein wenig Zeit mit MoJo verbracht haben. Aber keine Sorge, der Ton macht die Musik. Und grundsätzlich sagen sie es erschöpft, aber trotzdem breit grinsend :D Denn genauso offen und sozial wie MoJo daherkommt, ist er auch ein richtiger Wirbelwind! Lachend, tobend, spielend, albernd - so kann man meinen kleinen Schatz die allermeiste Zeit des Tages antreffen. Und uns Müttern verlangt so ein Alltag mit kleinem Energiebündel doch so einiges ab. Meistens bin ich gegen Abend einfach nur mehr als platt. Daher sind Kommentare wie ,,Ach komm schon, du hast doch nur ein Kind. So anstrengend kann das doch nicht sein" für mich echte Häme. Wenn jedoch jemand freundlich feststellt, dass das Leben mit Kleinkind sehr wohl anstrengend ist, fühle ich mich gleich viel besser verstanden und habe mehr Energie, um wenigstens einigermaßen mit MoJo mithalten zu können :D

Im Prinzip könnte ja jeder alles über unsere Kinder sagen, wir Mütter würden sie trotzdem immer noch genauso perfekt und liebenswert finden, wie wir es sowieso schon tun! :))) Trotzdem ist es doch für alle angenehmer, wenn mit negativen Kommentaren etwas geiziger umgegangen werden würde. So ein positiver Kommentar hingegen tut uns allen gut ;)


Jedes Kind hat sein wundervolles, eigenes Temperament :) Gibt es auch solche Sätze anderer über eure Kinder, die ihr im Vergleich als besonders angenehm empfindet? :)


Laufen lernen ist nichts für schwache Nerven!!! (inklusive Verlosung Ravensburger ministeps 5-in-1 Lernspaß-Schildkröte)

Donnerstag, 21. Januar 2016

Wenn ich Sehnsucht nach ein wenig Spannung habe, suche ich mir in der Regel einfach einen guten Thriller aus. Ungefähr 120 Minuten Nervenkitzel am Stück sind mir dann aber auch wieder genug und ich freue mich darauf beim Abspann endlich wieder entspannt durchzuatmen. Aber warum hatte mir eigentlich keiner gesagt, dass auch das Leben mit einem süßen Kleinkind Müttern diesen Thrill (unfreiwillig) gibt? Nur hält dieser in einer ganz besonderen Phase noch viel länger an als bei einem Spielfilm. Denn ich finde: Wenn Dein Kind laufen lernt ist das echt gruselig! Aber nicht, dass wir uns falsch verstehen...
 
Natürlich gehört das Laufen zu den wichtigsten und auch schönsten neuen Fähigkeiten eines Kleinkindes. Die ersten tapsigen Schritte des eigenen Kindes lassen einen vor Staunen den Atem anhalten und vor Stolz fast platzen. Ich war selbst aufgeregt wie ein kleines Mädchen als ich sah, wie MoJo plötzlich immer weitere Strecken ganz alleine lief. Das hat ein bisschen was von Geburtstag, Weihnachten, Sale und Lottogewinn auf einmal. Unbezahlbar schön, dieser "Meilenstein"! Umdrehen, Robben, Krabbeln, Laufen. In Windeseile wird so ein winziges Baby immer mobiler und auch der eigene Mama-Alltag verändert sich dadurch, entwickelt sich weiter. Schön spannend!
 
Doch die unangenehmere Seite der Spannung ist dann wohl die Anspannung. Vielleicht ging es Euch ja ähnlich. Aber in der Regel läuft so ein kleiner Abenteurer ja nicht von einer auf die nächste Sekunde. Laufen lernen ist eigentlich ein Prozess. Die benötigten Muskeln werden nach und nach stärker, der Gleichgewichtssinn besser trainiert und das Laufen in der Konsequenz immer sicherer. Doch das Ganze mitanzusehen lässt bei mir persönlich den Blutdruck hochschießen :D
 
Am 31.12.2015- also noch pünktlich vor dem neuen Jahr- "entschied" sich MoJo die Hand, die er sonst bis dahin so konsequent zum Laufen einforderte, endlich loszulassen. Und auch in mir löste sich in diesem Moment eine kleine Anspannung. Schließlich war er da bereits 16 Monate alt und die meisten anderen Kinder in seinem Alter liefen schon so als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Aber man kann es gar nicht oft genug sagen: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Bei uns war das "Problem", dass MoJo einfach immer gleich losrannte und daher allein schnell die Balance verlor. Und anstatt dass der kleine Wirbelwind es etwas langsamer angehen ließ, zwang er uns lieber mit ihm an der Hand spazieren zu gehen, sodass er sein Tempo so auch halten konnte :D
 
So ging es dann seitdem er ca. 13 Monate alt war. Und schon länger spürte man, dass er eigentlich sehr wohl alleine hätte laufen können, aber alleine für den Kopf brauchte er wenigstens meinen kleinen Finger zum Festhalten. Einige Schritte zwischen Mama und Papa hin und her waren auch schon lange kein Problem. Doch ganz offiziell sagen: "Jetzt kann er laufen" wollte ich aber erst, wenn er sich traut tatsächlich selbstständig herumzulaufen. Und jetzt spaziert er uns wirklich seit ca. einer Woche selbstbewusst durch die ganze Wohnung und es ist witzig, wie sich dadurch unser gemeinsamer Alltag verändert hat:)
 
Doch die zwei Wochen zwischen den ersten ganz eigenen Versuchen an Silvester und dem "stabilen" Laufen vor einer Woche waren für mich der Horror :D Zunächst lief ich vorsichtshalber immer hinter MoJo her und trainierte beim immer wieder Auffangen auch ordentlich meine Reflexe (Torwart-Talente?). Workouts brauchte ich während dieser Zeit nicht, eher einen zweiten Rücken zum ab und zu auswechseln :D Das Fallen wurde immer seltener und ich dachte mir, dass ich doch nicht ewig so hinter ihm herlaufen könnte. Also setzte ich mich hin und sah ihm zur Abwechslung mal einfach beim Laufen zu. Und dabei hatte ich einfach riesengroßen Schiss! Überall Ecken und Stolperfallen und dazu ein lustig torkelnder kleiner Junge. Horror!
 
Ich sah vor meinem geistigen Auge schon blaue Flecken, Tränen, Platzwunden und co. und musste mich echt mit aller Kraft zwingen trotzdem sitzen zu bleiben und nicht immer wieder aufzuspringen und hinterher zu laufen. Mein Puls war oben, mein Stresslevel wirklich so hoch wie bei einem guten Thriller mit einem beständigen Spiel zwischen Anspannung und Erleichterung. "Oh meine Güte, er ist gefallen!!!" "Oh man zum Glück, nichts Schlimmes passiert!" Ja, ich weiß... Dass Kinder, die gerade Laufen lernen, auch oft hinfallen ist ganz normal und ich mache mir zu viele Sorgen und bin zumindest in diesem Bereich zu übervorsichtig. Aber wenigstens habe ich diesen natürlichen Reflex in mir mühevoll aber erfolgreich unterdrücken können :D Sonst hätte ich wahrscheinlich inzwischen unser komplettes Zuhause mit Schaumstoff ausgelegt und MoJo einen Helm aufgezogen :D
 
Ich persönlich liebe daher Spielzeuge, die einerseits MoJo zum Laufen motivieren und andererseits auch mir in meinem persönlichen Mama-Thriller "Laufen lernen" etwas Ablenkung und Farbe bringen :D Ein schönes Nachziehspielzeug gehört meiner Meinung nach bei kleinen Laufanfängern einfach dazu und bringt eine Menge Spielspaß in diese besondere und spannende Phase :) Unser absoluter Liebling darunter war und ist die süße Ravensburger 5-in-1 Lernspaß-Schildkröte.
 
Same Outfit, nur ein paar Wochen später - inklusive längerem Haar und neuem Lauf-Talent :D
 
Kindern macht es Spaß, die Schildkröte an der Schnur zu ziehen und bei ihren ersten eigenen Gehversuchen mitzunehmen. Darüber hinaus erwarten sie auch lustige Lieder und viele Möglichkeiten, spielerisch Neues zu lernen.  Tiere, Farben und Formen können mit der Ravensburger Lernspaß-Schildkröte kennengelernt werden. Und wenn das erstmal geschafft ist, bietet die Schildkröte auch eine tolle Art Quizfunktion an. Drückt das Kind die Taste in der Mitte wird es ähnliches gefragt wie: ,,Such mich, wo ist die Farbe blau/ der Löwe/ das Dreieck?" Und danach soll die entsprechende Taste gesucht und gedrückt werden. Das Tolle: Gelingt das nicht sofort, leuchtet bei der richtigen Antwort ein Licht auf und das Kind kann es nochmal anhand des Tipps versuchen. Eine richtig tolle Idee! Mein Sohn ist hin und weg! Und ja... Ab und zu spiele auch ich beim Quiz ganz gerne mit und kann natürlich inzwischen die meisten Lieder auch auswendig mitsingen :D
 
Und nun die gute Nachricht für Euch Lieben :) MoJos Lernspaß-Schildkröte hat einen Zwilling, der schon ein Weilchen in meinem "Arbeitszimmer" darauf gewartet hat, zur Feier dieses schönen Anlasses unter Euch verlost zu werden! :) 
 
*** VERLOSUNG !!! ***
 
RAVENSBURGER 5-IN-1 LERNSPASS-SCHILDKRÖTE

Ihr möchtet Euer Glück versuchen? Das geht ganz einfach:
  • Werdet auf Facebook Fan von MoJos Mom
  • Schreibt mir hier oder bei Facebook in einem Kommentar, weshalb ihr gerne gewinnen würdet
  • Das Gewinnspiel endet am 04.02.2016. um 23:59 Uhr.  


 
 

Wenn gar nichts mehr glatt läuft

Dienstag, 12. Januar 2016

Silvester ist nun so lange her, dass es mittlerweile wieder mehr oder weniger Schnee von gestern ist. 2016 wurde mit Spannung erwartet und als der Countdown immer näher rückte gaben wir uns alle Mühe möglichst fröhlich und hoffnungsvoll ins neue Jahr zu starten. Denn obwohl es eigentlich auch nur der Übergang zwischen zwei Tagen ist, so wie wir ihn im Jahr doch sowie 365 Mal erleben, liegt dem Ganzen romantisch gesehen auch ein kleiner Zauber inne. Silvester heißt eben nicht nur Böller, Raketen, Sekt und Party. Menschen auf der ganzen Welt blicken zu dieser Zeit zurück auf das hinter ihnen liegende Jahr und versuchen Bilanz zu ziehen. Was hat es mir an Glück beschert? Welche Hindernisse galt es zu überwinden? Wer waren die Menschen, die mir Kraft gegeben haben oder auch die, dir mir stattdessen richtig weh getan haben? Wir fühlen uns abwechselnd dankbar und enttäuscht. Doch was ich besonders schön finde: Selbst wenn das alte Jahr unterm Strich eher mies statt märchenhaft verlaufen ist, kommt bei vielen an Silvester trotzdem zumindest ein Funken Hoffnung auf.  Denn egal ob nun Silvesterfan oder nicht. ,,Neues Jahr, neues Glück" ist dann doch nicht mehr nur eine Floskel. Vielen gibt der Jahreswechsel das Gefühl eines Neubeginns. Ich kann mir neue Ziele setzen, Vergangenes vielleicht endlich ruhen lassen und einfach darauf hoffen, dass es das Schicksal gut mit mir meint und 2016 ein wenig Glück für mich bereit hält.
 
Jahr für Jahr freue ich mich darauf den Jahreswechsel mit Menschen zu verbringen, die mir am Herzen liegen. In diesem Jahr verbrachten wir die Tage zwischen den Jahren mit einem befreundeten Paar in Winterberg. Das klingt doch schon stark nach Schnee, oder? Auf ein bisschen Schlitten- oder Skifahren hatten wir beim Buchen der Ferienwohnung auch noch gehofft. Doch der Blick auf den Wetterbericht kurz vorher vermittelte eher das Gegenteil. Naja gut, das Sauerland ist doch bestimmt auch ohne ganz schön, oder? Kann schon sein. Nur konnten wir das bei dem dichten Nebel, der unseren ganzen Aufenthalt über anhielt, überhaupt nicht beurteilen :D In solchen Situationen spüre ich richtig, wie es in meinem Kopf brodelt und mein Optimismus auf eine Zerreißprobe gestellt wird. Was tun? Nun ja. Entweder man gibt sich seinem Pech hin und die Zeit ist deshalb schon von Anfang launentechnisch im Eimer, oder man versucht irgendwie trotzdem das Beste daraus zu machen. In diesem Fall fiel mir letzteres gar nicht so schwer. Ok das Wetter war sch**** und Aktivitäten, die man sich eigentlich gewünscht hatte, fielen flach. Was den Jahreswechsel für mich gerettet hat? Unsere Freunde. Denn jedes Mal, wenn ich sehe wie sehr sie MoJo schon seit Tag 1 seines Lebens lieben, geht mir das Herz auf. Und genauso sind sie uns gute Freunde geblieben, auch wenn unser Alltag als Eltern nun ein ganz anderer als vorher ist. Das alles ist ganz und gar nicht selbstverständlich. MoJo hatte einen Riesenspaß mit seinem ,,Onkel" und seiner ,,Tante" und war richtig ausgelassen und fröhlich (trotz langer Autofahrt, weniger Schlaf und vielem Hin-und Her bei Unternehmungen. Dafür kann man gar nicht dankbar genug sein).
 
Und dann geschah das Weihnachts-..., ah nee ich meine Silvesterwunder! MoJo lief ja schon seit längerer Zeit sicher an der Hand, dennoch fehlte ihm bisher irgendwie der Mut nach dem Loslassen auch mehr als ein paar Schritte ganz alleine zu laufen. Natürlich: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und das ist auch völlig normal. Doch man macht sich als Mutter natürlich trotzdem so seine Gedanken, ob man womöglich selbst etwas falsch gemacht haben könnte. Diese Gedanken habe ich versucht so gut es ging auszublenden und einfach abzuwarten, wann es bei ihm im Kopf ,,Klick" machen und er das Vertrauen in sich selbst haben würde, die helfende Hand abzuschütteln und einfach loszulaufen. Am letzten Tag von 2015 kam völlig unerwartet das ersehnte Klick. Die ununterbrochene Aufmerksamkeit von uns allen, der Spaß und vor allem der geduldige Onkel und die geduldige Tante, die im Wechsel völlig unermüdlich mit ihm kreuz und quer durch die Wohnung liefen, machten ihn mutig und siehe da: Plötzlich lief er! Manchmal tut wohl ein Tapetenwechsel und ein wenig Abwechslung zum normalen Alltagsstress gut und wenn man es am wenigsten erwartet kommt ein wunderschöner Moment auf einen zu. Und bitte, wen interessiert dann noch der Nebel? Ich für meinen Teil war einfach nur dankbar für die Gesellschaft toller Leute und meinen Sohn, der mich immer wieder aufs Neue stolz und glücklich macht.
 
Und zum Thema Schnee noch: Eigentlich völlig zufällig haben wir während wir im Auto unterwegs zu einem ganz anderen Ziel waren eine kleine Schanze mit künstlich aufgeschütteten Schnee von weitem gesehen. Im Internet hatten wir auch trotz vielem Googeln nichts in der Art gefunden. Natürlich war das auch längst nicht das perfekte Winterwunderland, das wir uns eigentlich erhofft hatten. Schlittenfahren ging aber trotzdem und MoJo konnte zum allerersten Mal im Schnee spielen. Glück im Unglück, oder wie man sowas auch immer nennen will? Es hat mir nur aufs Neue gezeigt, dass wie zufrieden wir durchs Leben gehen oft nur eine Frage der Perspektive ist. Worauf fokussiere ich mich? Auf das, was schief gelaufen ist oder auf das Positive, selbst wenn es objektiv betrachtet gerade vielleicht überhaupt nicht überwiegt? Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Foto, mit dem ich euch auf Facebook und Instagram alles Gute für 2016 gewünscht habe. Ein gut gewählter Ausschnitt und lächelnde Menschen, schon hat man das ,,Winterwunderland". Selbst wenn es um einen herum eigentlich ganz anders aussah, wie ihr auf diesen Fotos erkennen könnt :D
 

 
Und wer sich jetzt wundert, warum auf so eine Überschrift wieder Mal so (eklig) viel Optimismus von mir folgte, bekommt auch noch seine Antwort. Letztes Silvester habe ich gerade mit dem Bloggen angefangen und mir natürlich passend zum Anlass auch meine Gedanken zum Jahreswechsel gemacht. In ,,Warum ich jedes Jahr aufs Neue gute Vorsätze fasse" hatte ich auch meine kleine Liste an Vorsätzen/Wünschen für 2015. Das, was man mit Disziplin oder Organisation schaffen kann, habe ich eigentlich auch geschafft. Ich habe z.B. zu Jahresbeginn nach und nach 15 kg abgenommen, auch die Haare wie gewünscht wachsen lassen und dank neuem Lieblingsfrisör meines Vertrauens wurde 2015 auch zu meinem persönlichen Jahr der vielen verschiedenen Haarfarben :D Auch jobtechnisch habe ich mich einfach sehr bemüht und mit meiner Teilzeitarbeit als Redakteurin beim miBaby-Magazin einen ersten Schritt in die Arbeitswelt nach der Elternzeit geschafft. Doch es gibt einfach Dinge, die liegen nicht in der eigenen Hand. Wie z.B. die Gesundheit.
 
Denn egal wie gut 2015 eigentlich startete, in der Jahresmitte bahnte sich ein Wandel an. Solange ich meinen Mann kenne, hatte er bereits Probleme mit Migräne. Also nicht die ,,Migräne", die landläufig genannt wird, wenn man gerade keine Lust auf Sex hat oder eigentlich nur stärkere Kopfschmerzen meint. Sondern die, die einen richtig ausknockt. Was jedoch früher vielleicht einmal im Monat geschah, wurde immer häufiger und der Schmerz bald im Prinzip dauerhaft. Ihr wisst bestimmt wie schlimm es ist einen Menschen, den man liebt leiden zu sehen. Das zehrte an mir und tut es immer noch. Termine bei verschiedenen Fachärzten und ein Krankenhausaufenthalt konnten bisher nicht die gewünschte Besserung herbeiführen... Eine lange Zeit war es so schlimm, dass mein Mann oft krankgeschrieben war und nur im Bett lag. Oder sich eben zur Arbeit quälte und danach im Bett lag. Und zur ganzen Sorge kam dann noch das Gefühl der absoluten Überforderung bei mir hinzu. Die Verantwortung und Aufgaben des Alltags lagen plötzlich fast allein auf meinen Schultern. Ein kleines Kind, ein neuer Job, der Haushalt und ehrenamtliche Aufgaben, allem alleine irgendwie einigermaßen gerecht zu werden wurde ein absoluter Balanceakt. Und all die anderen Dinge, die einen beschäftigen, die man jedoch nie verbloggen würde.
 
Außerdem waren wir es immer gewohnt als Familie ständig unterwegs zu sein, Freunde und Familie zu treffen, selbst als MoJo noch sehr klein war. Das gehörte zu unserem normalen Lebensstil und machte uns glücklich. Doch all das ging dann plötzlich nicht mehr. Vielleicht hat mir der Silvesterausflug auch deswegen so viel bedeutet, weil eine schöne gemeinsame Zeit mit meiner Familie oder mit Freunden inzwischen zur absoluten Seltenheit geworden ist. Nicht alle unsere Freunde und Bekannten hatten dafür Verständnis... Jeder Tag ist vom Schmerz bestimmt und auch wenn es nicht meinen, sondern seinen Kopf getroffen hat, leidet natürlich die ganze Familie mit, solange bis medizinisch keine Lösung gefunden ist, die die Situation wenigstens wieder einigermaßen entspannt. Die ganze Situation zehrt an unseren Nerven und bringt einen dazu, dass man an den Tag eher mit einer ,,Hoffentlich kann ich mich da irgendwie durchbeißen"- Einstellung herangeht. Zeit zum Herunterzukommen zu finden oder Momente einfach einmal zu genießen fällt da schwer. Vielleicht versuche ich auch gerade deshalb immer so angestrengt das Positive in jeder Situation zu sehen. Denn ohne das zu tun, wüsste ich in letzter Zeit einfach nicht wie ich genügend Kraft aufbringen sollte, um wenigstens vor meinem Sohn einigermaßen glücklich und entspannt zu erscheinen und nicht wie eine Frau, die vor Stress und Sorge nachts kaum mehr schlafen kann. Das Leben hält einfach nicht immer nur Bonbons und Zuckerwatte für einen bereit, oft ist es einfach nur hart. Da klammert man sich an jeden Strohhalm, um irgendwie ,,am Ball zu bleiben". Trotzdem will man natürlich nicht undankbar sein, da man weiß, dass es anderen noch viel, viel schlimmer geht und versucht sich auf das zu konzentrieren, was gut ist.
 
Und während man das tut, hofft man dass es irgendwann besser wird. So wie wir, wenn wir an 2016 denken. Ein ,,guter Rutsch" klingt dann irgendwie unangenehm, wenn man gerade selbst das Gefühl hat, dass irgendwie kaum mehr etwas glatt läuft. Meine Oma sagt dazu immer: ,,Jede Familie hat ihr eigenes Unglück". Egal wo man hinter die Fassade blickt, alle haben ihr Leid und ihre Herausforderungen. Mal mehr, mal weniger. Und alle hoffen, dass es bald wieder gut wird. Daher hoffe ich für das neue Jahr einfach nur, dass es meinem Mann wieder gut geht. Dass wir wieder als Team funktionieren können und gemeinsam als Familie wieder mehr schöne Zeit miteinander verbringen. Alles Andere rückt da in den Hintergrund. Und egal was euch gerade bedrückt oder stresst: Auch für euch hoffe ich, dass es bald besser wird und euer Durchhalten belohnt wird! Denn die Hoffnung ist wirklich das allerletzte, das man aufgeben sollte. Das sag ich mir immer wieder aufs Neue- nicht nur an Silvester.
 
 
 


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